Unsere Gute-Nacht-Geschichten
Bruno und die verschwundene Gute Nacht
Mila und die Wolke mit dem Sockenbauch
Oskar und die Schnecke im Ringelsocken
Tilda und der Schatten mit den kalten Füßen
Nuri und der Kissenbus zur Kuschelhaltestelle
Pelle und die Sternenkrümel im Schnabel
Frieda und das Theater der leisen Geräusche
Leni und der Traum, der rückwärts anfing
Kalle und die Schlafglocke ohne Bimmel
Ada und die achtarmige Aufräumpanne
Acht Arme haben viel vor

Ada wollte ihren roten Traktor in die Spielzeugkiste stellen. Da bewegte sich ihr Stoffoktopus Otto.
„Ich helfe!“, sagte er.
Ada schaute auf seine acht weichen Arme.
„Das sind ganz schön viele Helfer.“
Otto war begeistert.
„Ich mache alles gleichzeitig!“
Ada setzte sich auf den Teppich.
Das wollte sie lieber erst einmal sehen.
Ein Bauklotz in der Socke

Otto nahm einen Bauklotz. Ein anderer Arm hielt eine Socke.
Plopp.
Der Klotz landete in der Socke.
„Das ist keine Bauklotzkiste“, sagte Ada.
Otto schaute verwundert.
„Aber es passt hinein.“
Ada zog den Klotz wieder heraus.
„Meine Zehen passen auch hinein. Die sollen nur nicht auf einem Klotz stehen.“
Der Traktor fährt Wäsche

Ein weiterer Arm stellte den roten Traktor in den blauen Wäschekorb.
„Fertig!“, sagte Otto.
Ada schüttelte den Kopf.
„Der Traktor fährt lieber in die Spielzeugkiste.“
Otto hob ihn wieder heraus.
Dabei nahm er ein Handtuch mit.
Nun trug der Traktor eine Decke.
Ada kicherte.
„Ein sehr müder Traktor.“
Ein Teddy mit Sockenohren

Otto griff nach dem Teddy und nach zwei Socken.
Plötzlich saß der Teddy da und hatte eine Socke auf jedem Ohr.
Ada lachte.
„Er hört jetzt bestimmt nur noch Wollwörter.“
Otto betrachtete sein Werk.
„Sehr hübsch. Aber kein Aufräumen.“
Ada nahm die Socken ab.
Der Teddy durfte wieder normale Teddyohren haben.
Alle Arme machen Pause

Ada hob ihre Hand.
„Stopp. Eine kleine Pause.“
Otto legte alle acht Arme auf den Teppich.
Ada setzte sich daneben.
„Du willst mir helfen. Das ist schön.“
Otto nickte.
„Meine Arme haben nur verschiedene Ideen.“
„Dann geben wir ihnen nacheinander eine Aufgabe“, schlug Ada vor.
Otto fand das sehr vernünftig.
Ein Arm, ein Bauklotz

Zuerst nahm Otto nur einen Bauklotz.
Ada zeigte auf die gelbe Kiste.
Der Klotz kam hinein.
„Das war gut“, sagte sie.
Dann nahm Otto den nächsten.
Und den nächsten.
Seine anderen Arme ruhten sich aus.
Einer streichelte aus Versehen den Teppich.
„Der hilft beim Weichbleiben“, erklärte Otto.
Jeder findet seinen Platz

Ada stellte den Traktor in die Kiste.
Otto legte die Socken in den Wäschekorb.
Der Teddy durfte aufs Bett.
Das Handtuch kam an seinen Haken.
Nun lagen nur noch zwei Bauklötze auf dem Teppich.
„Die sind unsere letzte kleine Aufgabe“, sagte Ada.
Otto nahm einen.
Ada nahm den anderen.
Genug für heute

Die beiden letzten Klötze plumpsten in die Kiste.
Papa schaute herein.
„Ihr habt zusammen einen guten Platz für die Spielsachen gefunden.“
Ada nickte.
„Erst acht Arme durcheinander. Dann ein Ding nach dem anderen.“
Otto zog einen Arm zufrieden ein.
Sein Kopf wackelte ein bisschen.
Auch Stoffoktopusse konnten offenbar müde werden.
Eine achtarmige Umarmung

Ada nahm Otto mit ins Bett.
„Du musst heute nichts mehr tragen“, flüsterte sie.
Otto legte seine weichen Arme um ihre Hand.
„Außer eine Umarmung“, sagte er.
Ada kuschelte sich unter die Decke.
Papa gab ihr einen Gute-Nacht-Kuss.
Der rote Traktor stand still in der Kiste.
Seine Handtuchdecke brauchte er nicht mehr.
Acht Arme ruhen sich aus

Otto lag auf Adas Kissen.
Ein Arm war unter der Decke.
Ein anderer berührte Adas Finger.
Die übrigen lagen einfach weich da.
Ada schlief.
Der Teddy schlief neben ihr.
Im Zimmer war nichts mehr unterwegs.
Für morgen gab es neue Spielideen.
Für heute gab es nur noch ein gemütliches Bett.